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Daten und Fakten

Reisedauer:  9 Tage, 24. Juli 2019 – 02. August 2019

Reiseroute: Maramureş  Iaşi

Highlights: ein fröhlicher Friedhof und schöne Abende mit Sonja und Emma im Grünen

 

Maramureş

Seit unserem letzten Stopp in Budapest waren wir mit Sonja und ihrem VW Bus namens Emma unterwegs. Sonja ist auch bereits seit einigen Monaten auf Reisen und da wir grade zufällig in derselben Ecke unterwegs waren, hatten wir Lust ein Stück zusammen weiter zu reisen. Wir überquerten die Grenze von Ungarn nach Rumänien im Norden und fuhren als erstes nach Maramureş. Das ist keine Stadt, sondern eine Region ganz im Norden von Rumänien an der Grenze zur Ukraine. Maramures ist eine sehr ländliche und die traditionellste Region Rumäniens und so haben wir immer wieder ein schönes Plätzchen im Grünen an einem See oder Fluss gefunden, um unser kleines Camp aufzuschlagen. Für uns war das eine ganz neue Erfahrung, denn wir waren vorher noch nie in einem Camper unterwegs und fahren sonst meist von Hostel zu Hostel und somit auch von Dorf zu Dorf oder von Stadt zu Stadt. Geschlafen haben wir aber nicht zu dritt im Bus, sondern für die Nächte haben wir unser Zelt neben dem Bus aufgebaut.

Da Sonja eine unerklärliche Begeisterung für Friedhöfe verspürt war unser erster Sightseeing-Stopp schnell geklärt. Wir fuhren zum „fröhlichen Friedhof“ von Săpânţa. Der Friedhof ist besonders fröhlich, weil die buntbemalten und kunstvoll verzierten Grabsteine, die Verstorbenen in Alltagssituationen zeigen und deren Leben in einem lustigen oder auch ironischen Nachruf beschreibt. Wirklich ein sehr besonderer und zwar ein besonders schöner Friedhof.

Die Region ist außerdem bekannt für seine gelebten Traditionen. Hier sieht man noch viel traditionelle Kleidung, es gibt deftiges Essen und selbstgebrannten Schnaps.

Und es gibt jede Menge Holzkirchen, von denen 8 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurden. Ungarische Fürsten hatten den Bau von orthodoxen Steinkirchen untersagt, so dass die orthodoxen Rumänen ihre Kirchen aus Holz erbauen ließen.

Wir haben wirklich alles gegeben und uns sehr, sehr viele Holzkirchen angeschaut, haben aber noch nicht mal alle 8 Weltkulturerbekirchen geschafft. Sie sind sehr schön und oft auch von innen mit beeindruckenden Fresken und Ikonenbildern verziert, aber irgendwann hatten wir alle drei genug Holztore, Holzkirchen und Holzkloster gesehen. Es wurde Zeit die Region wieder zu verlassen.

Iaşi

Tobi und mich als Großstadtliebhaber zog es so langsam wieder in die Zivilisation. Außerdem mussten wir uns langsam aber sicher eingestehen, dass unser Ultra-Light-Zelt nicht fürs Dauercampen geeignet ist. Das Material ist zwar sehr leicht, aber dadurch auch sehr UV empfindlich, so dass man es auf keinen Fall in der Sonne stehen lassen darf. Für uns bedeutete das, auch wenn wir mal einen Tag länger irgendwo gestanden haben, jeden Morgen Zelt abbauen und am Abend Zelt wieder aufbauen. Dazu kommen dann noch unsere Ultra-Leicht-Luftmatratzen, die zwar gut isolieren, aber so schmal sind, dass doch immer wieder Teile des Körpers an der Seite runter fallen. Fürs Wandern, für das wir das Zelt gekauft haben, ist es wirklich perfekt! Nachdem man den ganzen Tag bergauf und bergab durch die Berge gewandert ist, schläft man darin super! Als permanentes zu Hause ist es aber ungeeignet. In Iaşi buchten wir uns daher in einem AirBnB ein und freuten uns über ein richtiges Bett. Sonja konnte den Bus zwar vor der Tür parken, aber auf Dauer war der Straßenrand inmitten der Stadt natürlich nicht der optimale Stellplatz. Sonja wollte daher gerne mit Emma wieder ins Grüne und die Nationalparks und die bekanntesten Bergstraßen Rumäniens erkunden. Tobi und ich wollten am liebsten direkt weiter in die nächste Stadt, in die Hauptstadt von Moldawien. Obwohl wir eigentlich geplant hatten noch länger gemeinsam unterwegs zu sein, schien es unsere Reiselust an diesem Punkt in zwei unterschiedliche Richtungen zu ziehen, und so trennten sich unsere Reisewege an dieser Stelle. Sonja fuhr mit Emma zurück gen Westen und wir überquerten die Grenze nach Moldawien.