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Daten und Fakten

Reisedauer:  1 Tag, 3. Juni 2019

Reiseroute: Ohrid

Highlights: ein paar Stunden auf der anderen Seite des Sees

Ohrid

Viel haben wir von Mazedonien, genauer gesagt, von Nordmazedonien leider nicht gesehen. Nur für ein paar Stunden sind wir von Pogradec, auf der albanischen Seite des Sees, nach Ohrid, auf der mazedonischen Seite gefahren. Nach einem langen Streit mit Griechenland über den Namen, heißt Mazedonien übrigens erst seit 2019 Nordmazedonien. Der neue Name soll verdeutlichen, dass die Region Mazedonien (oder Makedonien) nicht Teil des Landes ist, sondern zu Griechenland gehört.

Einen Bus von Progradec nach Ohrid gibt es leider nicht, daher schlenderten wir morgens entlang des Sees in Richtung Grenze, in der Hoffnung am Ortsausgang eine Mitfahrgelegenheit zu finden.

Die ließ wie immer nicht lange auf sich warten. Eine nette Grenzbeamtin auf dem Weg zur Tagesschicht nahm uns mit bis zur Grenze. Von da ging es zu Fuß bis zum ersten Dorf auf der mazedonischen Seite und weiter im Sammeltaxi bis nach Ohrid.

Im Vergleich zu Progradec wirkte Ohrid deutlich aufpolierter und mehr auf Touristen eingestellt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass Ohrid zu einer der touristischen Highlights Mazendoniens gehört, während den Namen Pogradec viele Albanienurlauber noch nie gehört haben.

Wir nutzen unsere kurze Zeit in Ohrid für einen ausgedehnten Spaziergang zur byzantinischen Kirche des heiligen Johann von Kaneo, die malerisch am Ufer des tiefblauen Wassers des Ohridsees liegt.

An der Samolis Festung vorbei, liefen wir anschließend zurück durch die Altstadt bis hin zur Promenade, an der unzählige Ausflugsboote auf Kundschaft für eine Seerundfahrt warteten. Ohrid ist auf jeden Fall die hübschere Stadt am See, aber wir waren trotzdem nicht traurig am Nachmittag wieder auf die andere Seite zu fahren, denn Pogradec hat einfach seinen ganz eigenen, herzlich albanischen Charme.